Infos

Die realistischen Nachteile der veganen Ernährung

VeganReal TalkGesundheit

Die realistischen Nachteile der veganen Ernährung – und wie du sie löst

Vegane Ernährung hat viele Vorteile – aber sie ist nicht perfekt. Dieser Artikel zeigt ehrlich, realistisch und wissenschaftlich fundiert, welche Herausforderungen es gibt, und vor allem, wie du sie mühelos lösen kannst. Von Nährstoffen über Hormone bis hin zu sozialen Situationen.

1. Kritische Nährstoffe – real, aber gut kontrollierbar

Vitamin B12

B12 ist in pflanzlichen Lebensmitteln praktisch nicht vorhanden. Ohne Supplementation entsteht langfristig ein Mangel.

Lösung: 250–500 µg täglich ODER 2000 µg pro Woche supplementieren.

Vitamin D

Kein Veganer-Problem – aber Veganer sind oft gesundheitsbewusster und testen es öfter, daher häufiger diagnostiziert.

Lösung: 800–2000 IE täglich, je nach Jahreszeit.

Eisen

Veganes Eisen ist Nicht-Häm-Eisen → geringere Aufnahme. Magnesium, Kaffee oder Tee bremsen zusätzlich.

Lösung: Mit Vitamin C kombinieren, Tee/Kaffee 1 h später trinken. Blutwerte prüfen.

Calcium

Ohne angereicherte Drinks oder Tofu kann die Zufuhr zu tief sein.

Lösung: Angereicherte Drinks (120 mg/100 ml), Tofu mit „Calcium Sulfat“.

Omega-3 (EPA/DHA)

ALA aus Leinsamen reicht nicht für alle Menschen aus.

Lösung: 200–400 mg DHA/EPA täglich über Algenöl.

Zink

Phytate hemmen die Aufnahme.

Lösung: Bohnen einweichen, fermentiertes Soja nutzen (Tempeh), Nüsse & Kerne.

2. Verdauung & Magen – oft besser, aber nicht immer einfach

Zu viele Ballaststoffe auf einmal

Eine plötzliche Umstellung kann Blähungen, Völlegefühl oder Reizdarm-Symptome verstärken.

Lösung: Schrittweise erhöhen, Hülsenfrüchte weich kochen, Sprossen/Mungbohnen probieren.

Empfindlicher Magen bei Rohkost & Soja

Manche Verdauungssysteme reagieren auf FODMAPs, Tofu in großen Mengen oder Rohkost abends.

Lösung: Mehr Suppen, Eintöpfe, gedünstetes Gemüse, Tempeh statt Tofu.

3. Ersatzprodukte – gesund klingend, aber nicht ideal

Veganer Käse

Viele Sorten: nur Kokosöl + Stärke. Null Protein, viel gesättigtes Fett.

Lösung: Fermentierte Cashew-/Soja-Käse wählen (New Roots, Vegusto, Simply V).

Veganer Joghurt

Viele haben null Protein.

Lösung: Sojajoghurt oder „Skyr Style“ wählen.

Vegane Würste & Fleischersatz

Teilweise wenig Nährwert, viel Salz.

Lösung: Produkte auf Erbsen-/Sojabasis, kurze Zutatenliste, wenig Öl.

4. Gesellschaftliche Herausforderungen

„Was isst du denn dann?“ – Unwissen & Klischees

Viele Veganer berichten von Sprüchen, Rechtfertigungsdruck oder Unverständnis.

Lösung: Ruhig, klar kommunizieren. Nicht missionieren, Fakten statt Emotionen.

Restaurantwahl eingeschränkt

In vielen Orten gibt es wenig Auswahl – auch 2025 noch.

Lösung: Menükarten vorher checken, Alternativen vorschlagen, Optionen höflich erfragen.

Familienfeste

Traditionelles Essen + ältere Generation = Konfliktpotenzial.

Lösung: Selbst etwas mitbringen, neutrale Erklärungen, Fokus auf Gemeinsamkeit.

5. Sportliche Aspekte

Proteinstrategie muss bewusster geplant werden

Ohne tägliche Proteinquellen kann die Zufuhr zu niedrig sein.

Lösung: 2–3 Portionen Soja/Erbse/Tofu pro Tag, 1 Shake optional.

Kreatin

Veganer haben im Durchschnitt niedrigere Kreatinspeicher.

Lösung: 3–5 g Kreatin täglich.

Leucin

Der Trigger für Muskelsynthese ist in Pflanzen geringer.

Lösung: Kombinierte Proteine (Erbse+Reis) oder Soja.

6. Psychologische Faktoren

Überforderung am Anfang

Neue Lebensmittel, neue Kochweise, neue Routinen → kann stressen.

Lösung: 1–2 einfache Gerichte meistern und langsam erweitern.

Moralischer Druck

Manche Veganer entwickeln ein „Alles perfekt machen“-Gefühl.

Lösung: 80/20-Regel. Perfektionismus rausnehmen.

7. Wissenschaftlicher Gesamtblick

Die Forschung ist klar: Vegane Ernährung kann extrem gesund sein – aber sie muss bewusst gestaltet werden. Die Nachteile entstehen nicht durch „vegan“, sondern durch unausgewogene Umsetzung, mangelnde Planung oder falsche Erwartungen.

Mit korrekter Supplementation, Alltagsroutine und einer soliden Lebensmittelauswahl ist vegan vollwertig, sicher und langfristig nachhaltig.
Hinweis: Individuelle Unterschiede sind real. Blutwerte, Lebensstil und Verträglichkeiten sollten berücksichtigt werden.

© Ultimativ Vegan – Science-based & delicious.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert